Ökologie des Menschen im multidimensionalen Raum / Arbeit mit der Kundalini Arbeit mit der KundaliniWie sich zeigt, wird bei jeder neuen Inkarnation eines Menschen nicht die ganze Seele in den Körper inkarniert, sondern vor allem jener Teil, der einer Korrektur, einer Verbesserung bedarf. Das Beste hingegen, also das, was jeder auf dem Nährboden von Emotionen wahrer, feinster Liebe entwickelt hat, wird von Gott in jener “Sparbüchse” aufgehoben. Dennoch ist die Kundalini ein Teil des menschlichen Organismus und wirkt bei jeder Tätigkeit aktiv mit. Die übliche materielle Kost, mit der wir uns alle ernähren, wird im Organismus für das Wachstum und die Erneuerung von Körperzellen eingesetzt. Sie gibt aber auch: a) Arbeitsenergie für Muskeln, Nervensystem, Drüsen und sonstige Bedürfnisse des Körpers, b) Energie, die im Körper in Form biochemischer Verbindungen auf molekularer Ebene gespeichert wird, c) Energie für die Chakras und für andere bioenergetische Strukturen sowie d) Energie, die ein unmittelbares Bewusstseinswachstum unterstützt. Das qualitative wie quantitative Wachstum eines Einzelbewusstseins ist somit einerseits durch die Qualität und Menge stofflicher Nahrung und andererseits durch die Intensität und Qualität des Lebens bedingt (unspirituell oder spirituell im eigentlichen Sinn dieser Worte). Bei einem “Ende der Welt” fließen alle Kundalinis ins Bewusstsein des Schöpfers ein. Und die Seelen, die sich bis dahin nicht mit dem Atman vereinigten, werden zerstört bis auf den Zustand von Protopurusha. Kommen wir jetzt noch einmal auf das Thema Energieumwandlung zurück. Unsere Körper sind quasi “Fabriken”, die “stoffliche” Energien zu Bewusstseinsenergie verarbeiten. Die Qualität eines wachsenden Bewusstseins hängt vor allem davon ab, in welcher Art von Emotionen wir leben: in feinen und feinsten oder aber in “grauen” oder “schwarzen”, also groben. Wie wir aus dem Dargelegten sehen, “nährt sich” und “wächst” der evolvierende Schöpfer mittels der Umwandlung der von Ihm aus Akasha erzeugten Nahrungsmaterie in unseren Körpern zu Atmischer Energie, die Er in Sich “einfließen” lässt. Endgültig verständlich werden daraus die Rolle der “Weltenerschaffung” und der Platz aller Lebewesen, uns eingeschlossen, in Seiner Evolution. Wenn wir also Gott lieben, dann lasst uns aktiv an diesem Prozess teilnehmen. Und es ist, wie wir sehen, vernünftig, die Liebe zu Gott nicht dadurch zu äußern, dass man vor einer Ikone irgendetwas herbetet, sondern dadurch, dass man das eigene Atmische Potenzial durch ein aktives Leben in emotionaler Liebe steigert. … Die Vorräte der Kundalini-Energie sind bei einzelnen Menschen verschieden. Dies ist von der Anzahl und Qualität der gelebten Leben abhängig, und auch davon, wie wir in diesem Leben leben. Unsere Kundalinis verbleiben für gewöhnlich in der Welt des Akasha innerhalb des Körpers unseres Planeten. Die Echos der Kenntnisse über die Kundalini haben Märchengeschichten davon erzeugt, jeder Mensch habe eine “Schwesterseele”, mit der eine erwünschte Begegnung zustande kommen könne. Die Kundalini verbindet sich mit dem Körper eines jeden von uns über einen speziellen Energiekanal, die sich im vorderen Teil des Muladhara-Chakra an den Körper anschließt. Die Kundalini wirkt bei den Lebensvorgängen des Organismus mit, indem sie unter anderem den inkarnierten Teil des Bewusstseins “auffüttert”. Je mehr Kundalini ein Mensch hat, desto reicher wird er an seinem spirituellen Potenzial und spirituellen Manifestationen. Obgleich aber die Kundalini Göttliche Energie ist (d.h. der Energiequalität nach dem Schöpfer identisch), bleibt sie vorerst noch individualisiert: Sie ist wie ein Tropfen, der noch nicht mit dem Ozean des Primordialen Bewusstseins vermengt ist. Sobald ein Mensch über eine Reihe von Inkarnationen ein Stadium erreicht, in dem seine aktuelle Inkarnationen die abschließende werden kann und wenn alle Unvollkommenheiten im verkörperten Teil des Bewusstseins beseitigt sind, dann kommt die Zeit, um die Kundalini dem Körper zuzuführen, sie durch den ganzen Körper hindurchzuleiten und den verbleibenden Teil des individuellen Bewusstseins mit ihr zu verschmelzen. Danach gilt es, zusammen mit ihr ins Paramatman (d.h. “Höchstes Atman”, den Ozean des Kosmischen Primordialen Bewusstseins des Schöpfers in Seiner Wohnstätte) einzufließen. * * * Die eigene Kundalini kann dem Körper eines würdigen spirituellen Kämpfers nur durch einen Göttlichen Lehrer zugeführt werden. Jegliche Versuche, diese Operation selbstständig zu absolvieren, können keinen Erfolg bringen. Diese Information ist für einen spirituellen Kämpfer jedoch notwendig, damit er zum gegebenen Zeitpunkt versteht, was mit ihm vorgeht, und damit er mit Gott zusammenwirkt. Die an den Körper “herangeholte” Kundalini verbindet sich anschließend mit dem Körper. Der verbindende Mechanismus ist eine interessante energetische Struktur, die unter dem Namen “Shiva-Lingam” bekannt ist. Er hat tatsächlich eine ihrer Größe nach beeindruckende phallische Form. Er wird durch das Muladhara in den Körper eingeführt, füllt den gesamten Körperdurchmesser und steigt allmählich zum Kopf hoch. Wenn er mit seinem Köpfchen in den Kopf des Körpers eingeht, wird das “Schloss geschlossen”: Die Kundalini ist nun fest mit dem Körper verbunden. Der Shiva-Lingam besteht aus feinster Atmischer Energie; er wird wahrgenommen als Licht und Zärtlichkeit. Dieses Licht reinigt den Körper und bereitet ihn auf das weitere Hindurchgehen der gesamten Kundalini vor. Das Zusammenwirken des Bewusstseins mit dem Shiva-Lingam im eigenen Körper schenkt feinste Glückseligkeit. Dies ist fürwahr Göttlicher Sex! … Es ist interessant zu beobachten, was aus diesem verborgenen Wissen jene Menschen gemacht haben, die noch weit davon entfernt sind, das Gesagte verwirklicht zu haben, die vorerst noch hauptsächlich mit ihrem Körper handeln, nicht mit ihrem Geist und ihrem Bewusstsein; die sogar die Religion vorerst bloß als Vollführung ritueller Körperbewegungen verstehen. So wurde im Shivaismus damit begonnen, den Shiva-Lingam als ein “Zipferl” auf einem Gestell abzubilden, sich vor ihm zu verneigen, ihn mit Wohlgerüchen einzuölen und mit rituellen Farben zu bemalen. Dies ist ein typisches Beispiel dafür, wie Unwissende von ihrem Auffassungsniveau aus die höchsten Wahrheiten vereinfachen! Es verdeutlicht einen der Mechanismen, wie sektiererische Weltanschauungen zustande kommen! Als ich einmal erfuhr, dass eine Gruppe meiner Bekannten sich plötzlich von shivaistischen Ritualen begeistern ließ und ebenfalls damit begann, sich vor einem solchen Zipferl-Lingam zu verbeugen, versprach ich ihnen im Scherz, ich würde ihnen, wenn sie nicht damit aufhören, einmal einen echten Lingam zeigen! Sie lächelten, da sie mich falsch verstanden. Ich indes formte aus der Energie meines mit dem Göttlichen Feuer harmonisierten Bewusstseins einen Lingam, der fast so groß war wie der Radius der Erde, und sie brachten ihre Körper in ihm unter und “badeten” in seiner Glückseligkeit. Diese Informationen sind, so sei unterstrichen, keine erotischen Phantasien des Autors, sondern Fakten, die ein jeder ungeachtet des Geschlechts selbst beobachten kann, der durch die behandelten Etappen spiritueller Arbeit gegangen ist. … Was ist der Sinn dieser Göttlichen Idee? Geht es nicht darum, eine sexuelle Form im Göttlichen Teil des menschlichen Bewusstseins zu verankern? Wollte Er nicht durch dieses Symbol gesetzlich sanktionieren, dass eine spirituelle Sexualität von hervorragender Bedeutung für die richtige Entwicklung eines Menschen ist? Man beachte, dass sogar Krishna nicht nur Frauen und Kinder hatte, sondern auch in Begriffen der Sexualsymbolik von den Wechselbeziehungen zwischen Ishvara (Gott Vater) und Brahman sprach und dabei betonte, dass die “sexuelle Kraft” aller Wesen von Göttlicher Natur ist [10]. Auch Sathya Sai Baba segnet eheliche Beziehungen. Dasselbe lehrte in Seiner letzten Inkarnation und lehrt auch jetzt Babadschi. Die Göttliche Schönheit erotischer Zärtlichkeit bietet gegenwärtig in Seinem “magischen” Tanz David Copperfield dar. Jesus zeigte in Seinem letzten Erdeleben Seinen Schülern am eigenen Beispiel, wie wichtig eine sexuell gefärbte Zärtlichkeit für die richtige Bewusstseinsentwicklung ist [10]. Auch jetzt empfiehlt Er, den Austausch sexueller Energien zwischen spirituell orientierten Menschen als eine wahrhaft heilige Kommunion zu betrachten [21]. Es sei jedoch besonders unterstrichen, dass diese Worte auf keinen Fall eine Ermunterung zu chaotischen Sexualbeziehungen oder zu einer “totalen Sexualisierung” sind. Falsch wäre auch die Folgerung, dass der Sex an sich schon für spirituelles Wachstum sorgt. Nein. Nur ein ethisch tadelloses Sexualverhältnis zwischen spirituell geprägten Menschen kann für sie von unschätzbarer Hilfe sein. Nur diejenigen sexuellen Wechselwirkungen, die auf emotionaler Feinheit beruhen und von Zärtlichkeit und Dankbarkeit gegenüber dem Partner geprägt sind, können uns zu Gott führen. Sie sind der von Gott missbilligten egoistischen Lustbefriedigung diametral entgegengesetzt. Verwiesen sei noch auf ein wichtiges Attribut der Spiritualität bei sexuellen Beziehungen: Jeder Partner geht in seinem Handeln vom Interesse des anderen aus, stimmt sich auf ihn ein, lebt auch mit seinen Empfindungen und bemüht sich, sein Vergnügen zu steigern. Gerade dadurch wird die vollkommene Harmonie erreicht. Dabei lernt jeder, mit sich selbst (als Bewusstsein) in den Körper des geliebten Menschen einzudringen; die Körper werden dadurch reiner und gesünder und die beiden Bewusstseine verschmelzen zu einer Einheit. So können wir lernen, in den Umarmungen feinster Liebe zu verschmelzen. Dies bereitet und auch darauf vor, später einmal ebenso mit dem Höchsten Geliebten — Gott — zu verschmelzen. … Die Kundalini wird bei einem Menschen nur dann akkumuliert, wenn er im Gefühlszustand zärtlicher Liebe verweilt. Eben dies wünscht sich Gott vom Menschen. Zu diesen Zuständen ruft Er uns auf. So lehrte beispielsweise Jesus: “Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt!” (Joh 13,34), “Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe!..” (1 Pt 4,8), “Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben!..” (1 Joh 4,7), “Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich!” (Röm 12,10). Wo können wir solche Zustände finden? Vor allem in harmonischen sexuellen Beziehungen, erfüllt durch Zärtlichkeit und beseelt von der Erkenntnis, dass die feine und reine Harmonie der Liebe genau das ist, was Gott am meisten von uns will, dass dies ein wichtiger Bestandteil des Weges zu Gott ist, dass wir dadurch nicht nur uns selbst bereichern, sondern auch Ihn. Liebe lernt man auch in einer freudvollen und zärtlichen Mutterschaft, beim Verschmelzen mit zärtlicher Harmonie der Natur, beim Einstimmen auf feine und von Zartheit geprägte Werke der Kunst. Ein Mensch, der sich in diesen Zuständen gefestigt hat, wird später imstande sein, höchstes Glück auch bei direktem Umgang mit dem Bewusstsein Gottes zu erfahren. Ebendiese Zustände, die durch den Gesamtbegriff “Sattva” bezeichnet werden, will von uns Gott. Denn gerade in ihnen entwickeln wir uns direkt (als Bewusstsein) und bereiten uns auf die volle Verschmelzung mit Ihm vor — wir nehmen unmittelbar an Seiner Evolution teil. Alle unsere entgegengesetzten Zustände hingegen (sie werden als “Tamas” bezeichnet) sind diesem Ziel nicht förderlich und daher für Ihn unerwünscht. Ihr Kultivieren macht uns zum “Abfall der Evolution” und bestimmt uns für deren “Mülldeponie”, die Hölle, voraus — und dies unabhängig von unserer Zugehörigkeit zu der einen oder anderen religiösen Organisation und von unserem Eifer bei der Ausübung von deren Ritualen und “Sakramenten”. … Bezeichnenderweise sind für Vertreter des “Tamas-Guna” eben Aggressivität und Gewaltsamkeit charakteristisch; sie haben den unbändigen Drang, alle anderen Menschen nach ihrem Ebenbild umzumodeln. Das gebiert Kriege “für den Glauben” oder auch Alkoholismus, Ernährung mit Tierkörpern sowie die Entweihung der Schönheit und Wichtigkeit sexueller Beziehungen. Oder nehmen wie die “religiös” motivierte Forderung, eine “legitime” Ehe “blindlings” einzugehen, ohne dass man einander vom Standpunkt sexueller Vereinbarkeit aus kennen gelernt hat. Dabei sind die Menschen nach sexologischen Merkmalen doch so verschieden! Gelungene Paare sind da eher die Ausnahme als die Regel! Die meisten “Eheleute” quälen sich eher durch ihre “religiöse” Ehe und quälen einander in ihrer sexuellen Disharmonie… Und bei Sekten werden Scheidungen auf jede mögliche Art verhindert… Schauen wir nun selbst: Ist das für Gott wünschenswert? … Das Sattva-Guna (Zustand des Sattva) ist jener Zustand, zu dem Gott uns alle auffordert. Sattva-Guna ist Seligkeit. Und der Zustand Gottes ist auch Seligkeit. Wer Seligkeit auf der Erde perfekt beherrscht, geht darin leicht in Gott ein. Im Übrigen sind beim Hineingehen in die Wohnstätte des Schöpfers eine Reihe zusätzlicher Anstrengungen erforderlich. Sattva kann aber auch zu einer “Falle” werden, denn sie kann durch “irdische” Seligkeit einlullen und dazu bewegen, auf aktive Anstrengungen zur Erkenntnis des Schöpfers in Seiner Wohnstätte, auf ein Eingehen in sie und auf eine Verschmelzung mit Ihm zu verzichten. Ja, wenn wir uns (als Bewusstsein) erziehen, indem wir in Zuständen feinster Liebe verweilen und die “Feuer” unseres Körpers mit einer dem spirituellen Weg entsprechenden Nahrung “speisen” ("tötungsfrei”, ohne Alkohol, Drogen und sonstigen Gifte, reich an Vitaminen, mit ausreichend vollwertigem Eiweiß, welches etwa in Milchprodukten und Eiern enthalten ist), dann setzen wir in den Augen Gottes unser persönliches “Minimalprogramm” erfolgreich in die Tat um. Er hält für uns aber auch ein “Maximalprogramm” bereit. Es besteht darin, dass wir schon jetzt versuchen, jenen Teil unseres Selbst zur Vollkommenheit zu bringen, die am Körper außerhalb der Kundalini lebt. Dann können wir voll und ganz in Ihn eingehen und dabei die volle Bewusstheit bewahren. Dies befähigt und dazu, anderen verkörperten Menschen von der Höchsten Göttlichen Ebene aus aktiv zu helfen, wie es die in diesem Buch oft erwähnten Göttlichen Lehrer tun. … Kommen wir jetzt aber auf die Kundalini-Arbeit zurück. Der in yogischer und okkulter Literatur bekannter Begriff “Heben der Kundalini” steht für eine Technik, bei der diese Energie dem Körper zugeführt und durch ihn hindurchgeleitet wird. Das Wort “Kundalini” selbst bedeutet “Schlange”. Der Ursprung dieses Begriffs wird aus der nachfolgenden Erläuterung klar. Wie bereits erörtert, kann die Kundalini nur durch einen Göttlichen Lehrer dem Körper eines Menschen zugeführt werden. Aber die nachfolgenden Stadien finden unter Mitwirkung des betreffenden Adepten statt. Dabei hat Gott, wovon Er selbst spricht, eine Schwierigkeit, die darin besteht, dass die Kenntnisse über Kundalini-Arbeit aufgrund der auf der Erde vorherrschenden Unwissenheit den Menschen abhanden gekommen sind. Deshalb bleibt die richtige Kundalini-Arbeit nur bei den wenigen spirituellen Schulen möglich, welche die höchsten Kompetenzstufen erreicht haben. Oder Er sieht sich genötigt, würdige spirituelle Einzelgänger mittels körperlicher Erkrankung für lange ins Bett zu legen und auf dieser Grundlage selbst die notwendigen Transformationen vorzunehmen. Ich wiederhole noch einmal: Alle Versuche die Kundalini dadurch zu “erwecken”, dass man beispielsweise mit dem Steißbein gegen den Boden schlägt, was von verschiedenen Pseudo-Gurus empfohlen wird, haben nichts mit der Wahrheit gemein. (Diese glauben nämlich, dass die “Kundalini” sich eben dort befindet, in dem angeblich im Steißbein liegenden Muladhara-Chakra. In Wirklichkeit aber haben Muladhara wie “Kundalini” mit dem Steißbein direkt nichts zu tun.) Solche Versuche können lediglich zu bioenergetischen und psychischen Verletzungen führen, was auch oft vorkommt. … Zunächst also führt Gott die Kundalini an den Körper Seines würdigen Schülers heran. (Wobei zu bemerken ist, dass eine entwickelte Kundalini ein Ausmaß von vielen Kilometern hat.) Weiter folgt eine höchst präzise Arbeit, um sie durch den Körper hindurchzuleiten. Die Vorbedingung dafür ist die vollkommene Reinheit und Entwickeltheit aller notwendigen Energiestrukturen des Organismus (alle sieben Chakras, die Sushumna, die Chitrini, der Vorder- und Mittelmeridian) sowie ein entwickeltes Hellsehen. Das “Heben der Kundalini” nimmt für gewöhnlich viele Tage (um einen Monat herum) in Anspruch. (Unter Ausnutzung entsprechender “Kraftorte” kann dieser Vorgang aber auf eine Woche verkürzt werden). Die Arbeit erfolgt in liegender Körperposition über viele “Sitzungen”. Die Diät dabei sollte “leicht” sein: Obst, Vitamine, Milchprodukte. Das Hindurchgehen der Kundalini durch den Körper wird jedes Mal vom Menschen selbst initiiert: Er führt einen Arm des Bewusstseins durch das Muladhara hindurch und in die an den Körper herangeführte Kundalini und bewegt gleichsam den erhobenen Kopf der dort zusammengerollten Schlange. Dann beginnt die Kundalini-Energie durch den Körper hindurchzufließen, wäscht und reinigt ihn mit Atmischer Kraft und heilt seine letzten Mängel. Der Adept indes sollte, wie ein gastfreundlicher Hausherr, die strömende Energie über den einen oder anderen Meridian in alle Chakras und alle Körpersegmente hereinlassen. Die Kundalini fließt, nachdem sie durch den Körper hindurchging, über das Sahasrara-Chakra wieder hinaus und konzentriert sich hinter dem Kopf. Man muss lernen, mit ihr in dieser Ansammlung zu verschmelzen und sich als sie zu empfinden. So gewöhnen wir uns daran, in einem seinem Feinheitsgrad nach Atmischen Zustand zu verweilen. … Interessanterweise bilden sich über dem Kopf eines Menschen, der die Kundalini durch den Körper hindurchgeführt hat, energetische “Hörner” ähnlich denen eines Hirsches. Sie bestehen aus Licht und “wachsen” aus dem Vorderteil des Sahasrara-Chakra. Diese Struktur bleibt im Kopf für lange Zeit. Sie hat dieselbe Form bei allen, die diese Stufe spiritueller Entwicklung erreicht haben. Was ist nun der Zweck dieser “Zierwerke”? Geht es nicht darum, dass diejenigen, die dieses Stadium spirituellen Wachstums erreicht haben, sich gegenseitig leicht erkennen können?
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